, Michael Wehrle, AZ

Der FC Baden verliert in Paradiso das wichtige Spiel im Abstiegskampf

Lugano war für den FC Baden keine Reise wert. Beim FC Paradiso unterlag die Mannschaft 0:1 und verpasste es nach vier Spielen ohne Niederlage weitere Punkte zu sammeln.

Die Luft für den FC Baden wird immer dünner. Nach der Pleite in Paradiso darf sich die Mannschaft in den letzten drei Spielen nun gar keinen Ausrutscher mehr erlauben. Die Tessiner dagegen haben sich aus dem Abstiegskampf verabschiedet.

Schwere Fussballkost war es, was die beiden Mannschaften boten. Es wurde bald einmal klar, weshalb diese Teams die wenigsten Tore in der Promotion League erzielt haben. So brachte der FC Baden in der gesamten Partie gerade einen Schuss auf das Tor von Yannis Pala zustande. Auch Paradiso überzeugte nicht mit seinem Angriffsspiel. Allerdings nutzten die Tessiner eine Unaufmerksamkeit der Aargauer und so haben sie den Sieg auch nicht gestohlen. Der FC Baden aber wachte viel zu spät auf.

Gar nichts lief vor der Pause zusammen. Einzig die Abwehr stand einigermassen sicher, doch von einem Aufbau in die gegnerische Hälfte war nichts zu sehen. Viel hatten auch die Tessiner in offensiver Hinsicht nicht zu bieten. Immerhin waren sie aktiver, kamen so zu drei Eckbällen. Meist waren ihre Angriffsversuche allerdings harmlos, die letzten Pässe oder Flanken zu ungenau.

Unaufmerksam in der Nachspielzeit

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aber schalteten sie einmal schnell um. In der Mitte der eigenen Hälfte hatten sie den Ball erobert, vorwärts gings über rechts. «Ich bin völlig frei», signalisierte Mittelfeldspieler Liam Bollati in der Mitte des Feldes. Er bekam auch den Ball, fasste sich ein Herz und zog aus 25 Metern einfach mal ab. Durch die Beine von Thoma Monney flog der Ball, Torhüter Mirco Mazzeo sah ihn zu spät, reagierte gar nicht und so stand es plötzlich 1:0 für die Gastgeber.

Das Badener Spiel wurde nach der Pause besser, ohne gross an Durchschlagskraft zu gewinnen. Vieles blieb auch jetzt noch Stückwerk, immerhin war nun zu erkennen, dass die Mannschaft das Spiel drehen wollte. Aber einzig Daniele Romano brachte einen Schuss zustande, den Goalie Pala halten musste. Alle anderen Versuche endeten in der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber, die entweder die Angreifer stoppten oder dann deren Abschlüsse blockten. Auch Captain Davide Giampà, der nach seiner Verletzung eine halbe Stunde vor Schluss kam, brachte trotz aller Bemühungen den Ball nicht bis zum Tor.

Diese Niederlage gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner haben sich die Badener selbst zuzuschreiben. Es ist unerklärlich, was da vor der Pause los war. Dass es besser geht, zeigte das Team in der zweiten Halbzeit, als es die Tessiner unter Druck setzte, auch wenn die klaren Torchancen ausbleiben.

 
 
Das Telegramm

FC Paradiso- FC Baden 1:0 (1:0)

Campo Pian Scairolo, Paradiso – SR: Berchier. – Tor: 45+1. Bollati 1:0.

Baden: Mazzeo; Kunz (58. Kalt), Monney, Isufi, Fazlic; Romano, Rodriguez, Holcbecher (79. Rhein), Morina (58. Brack); Zivkovic (64. Giampà), Haile-Selassie (45. Lewis).

Bemerkungen: Baden ohne Iodice, Kasongo, Solimando, Popov, Peter, Scheidegger, Djordjic, Gjikollaj (alle verletzt.). – Gelb: 21. Guidotti. 29. Haile-Selassie. 82 Romano (alle Foul). 95. Pala (Zeitspiel).